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Backblaze – Backup Software im Detail

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel zum Thema Datensicherung für Fotografen geschrieben und erläutert, wie ich meine Daten gegenüber eventuellen Defekten von Festplatten oder Diebstählen sichere.

Eine kleine Software hilft mir dabei aus einem lokalen Backup eine richtige Datensicherung zu machen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Backblaze

So heißt das Tool. Was es genau macht, wie man es einstellt und welche Vor- und Nachteile es gibt möchte ich euch hier beschreiben.

Zunächst einmal, man kann Backblaze zwar kostenlos testen, möchte man es dauerhaft nutzen muss man dafür bezahlen. Ich schreibe das direkt am Anfang, denn für Leute die definitiv eine kostenlose Lösung suchen, ist dieser Artikel nicht gedacht.

Meine Datensicherung ist es mir aber Wert die Kosten von 5$ im Monat zu investieren.[/vc_column_text][vc_single_image image=“2688″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Wie funktioniert Backblaze?

Backblaze ist ein Cloud-Lösung für große Datenmengen. Im Grunde lädt die kleine Software im Hintergrund eure Daten in die Cloud und bei einem Defekt eurer Festplatte oder einem Diebstahl können die hochgeladenen Daten aus der Cloud wiederhergestellt werden.

Ihr dürft Backblaze nicht mit Cloudspeichern wie Dropbox vergleichen. Backblaze sichert grundsätzlich erst einmal KOMPLETTE Festplatten. Ihr habt von Haus aus relativ wenig Möglichkeiten zu bestimmen was genau gesichert werden soll, außer halt den Laufwerksbuchstaben anzugeben, der in die Cloud geladen werden soll.

Links von einzelnen Dateien an z.B. Kunden zu schicken und so über die Wolke zu sharen ist nicht möglich.

Dafür stellt euch Backblaze allerdings unendlich viel Speicherplatz zur Verfügung. Ich verwende eine 8 TB Raid Festplatte (4 TB nutzbar) für mein lokales Backup und lasse eben genau dieses Laufwerk mit Backblaze sichern.[/vc_column_text][vc_single_image image=“2689″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Ist das etwas für mich?

Kommen wir mal zum geeigneten Nutzerkreis. Wie schon mehrfach erwähnt, lädt Backblaze die Daten in die Cloud. Bei mir sind das sehr viele Daten, sprich das erste Backup dauert lange. Wir reden hier nicht von „man dauert das wieder lange bis die Pizza im Ofen fertig ist, ich habe Hunger“-lange, sondern von RICHTIG LANGE.

Bei mir wurden 1,5 TB Daten hochgeladen. Natürlich ist das stark abhängig von eurer Internetleitung, insbesondere von eurem Upload. Das erste Backup hat bei mir mehrere Monate (ja, Monate) gedauert. Ich muss dazu sagen, ich habe sauschnellen Download, aber nur einen mäßig schnellen Upload von 6 Mbit/s (danke Unitymedia…).

Ihr solltet mit einem Cloudbackup also nur starten, wenn eure Internetleitung ausreichend potent ist.

Wie viele Daten ihr am Tag theoretisch ins Netz schaufeln könnt, lässt sich direkt auf der Webseite des Herstellers testen: Speedtest.

Ein weitere Überlegung ist das grundsätzliche Thema Cloud. Wenn ihr davon nichts haltet, denkt, dass Geheimdienste eure Katzenfotos durchsuchen usw., dann solltet ihr ebenfalls Abstand von Backblaze halten.

Allen anderen, kann ich diese Methode sehr ans Herz legen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Die Software

Das kleine Tool ist für Windows und Mac erhältlich, sieht aber auf beiden Systemen nicht besonders hübsch aus.[/vc_column_text][vc_single_image image=“2691″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_column_text]Auf dem Screenshot seht ihr die Übersicht.

Viele Funktionen gibt es dort nicht. Ihr könnt das Backup pausieren oder eine Wiederherstellung anstoßen, in das Einstellungsmenü wechseln und die Sprache umstellen.

Dazu sei gesagt, die deutsche Übersetzung ist mangelhaft, aber mit einem kreativen Geist dennoch verständlich.[/vc_column_text][vc_single_image image=“2692″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_column_text]In den Einstellungen könnt ihr dann ein paar Optionen ändern.

Das Wichtigste ist für mich die Auswahl der zu sichernden Laufwerke. Bei mir wird Laufwerk C, meine Systemfestplatte und Laufwerk V, mein Raid-Backup gesichert.

Backblaze ist übrigens eines der wenigen Tools, das auch USB-Laufwerke sichern kann, das funktioniert bei den meisten Konkurrenzprodukten nicht.

Unter Leistung könnt ihr einstellen, wieviel Bandbreite für das Backup zur Verfügung stehen soll. Der Automatikmodus funktioniert aus meiner Sicht perfekt, ich habe nie das Gefühl, dass mich das Backup beim Arbeiten stört. Backblaze ordnet sich selbst eine niedrige Priorität zu. Ladet ihr also ein Video zu YouTube hoch, wird dort ein großteil der Bandbreite verwendet und Backblaze stellt sich hinten an. Sehr schön gelöst.

Weitere Optionen sind Zeitpläne (ich verwende aber das kontinuierliche Backup), Sicherheitseinstellungen um eure Daten mit einem Passwort zu sichern, Berichte etc. Im Grunde müsst ihr aber nichts mehr einstellen.

Eine Expertenfunktion verbirgt sich unter „Kein Backup von“. Hier könnt ihr festlegen, welche Dateiendungen nicht gesichert werden sollen.

Möchtet ihr von einer Festplatte beispielsweise nur fertige JPG-Bilder sichern, dann könnt ihr dort die Dateiendungen .DNG, oder .NEF oder whatever eure RAW-Dateiendung ist ausschließen.

Habt ihr alles nach euren Wünschen eingestellt, könnt ihr das Backup starten und Backblaze schaufelt fleißig eure Daten in die Cloud.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Wiederherstellung der Daten

Wichtiger als der eigentliche Backupvorgang ist natürlich die Wiederherstellung bei Datenverlust.

Hier glänzt Backblaze meiner Meinung nach auch. Ok, ich gebe zu, ich musste noch nie Daten wiederherstellen, aber in der Theorie und in vielen Nutzerberichten wird bestätigt, dass die Wiederherstellung wunderbar funktioniert.

Um eine Wiederherstellung zu starten, müsst ihr euch in euer Backend auf der Webseite von Backblaze einloggen und ihr könnt zwischen 3 Varianten wählen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“2693″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“ style=“vc_box_border“][vc_column_text]Wie erwartet könnt ihr eure Daten als .zip-Datei kostenfrei herunterladen.

Wer keine Lust hat einige Terabyte an Daten aus dem Netz zu saugen, kann sich aber seine Daten auch per Post von Backblaze schicken lassen. Entweder auf einem USB-Stick (bis 128GB) oder auf einer USB-Festplatte (bis zu 4 TB).

Habt ihr mehr Daten gesichert, werden mehrere Laufwerke verschickt.

Für das USB-Laufwerk kassiert Backblaze 99$, für die USB-Festplatte werden 189$ fällig, ABER (jetzt kommt´s), sendet ihr die Datenträger innerhalb von 30 Tagen zurück, dann bekommt ihr auch die Kohle erstattet.

Achja, es wird übrigens eine Dateiversionshistorie gespeichert, d.h. ihr könnt verschiedene Historien eurer Dateien wiederherstellen, bis zu 30 Tage zurück. In der Praxis heißt das, habt ihr eine Datei mal versaut, gelöscht oder ähnliches, dann könnt ihr auf ein Backup zurückgreifen, in dem die Datei noch intakt war.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Weitere Features

Backblaze bietet als weiteres Feature auch eine „Locate my computer“-Funktion, die allerdings nur mit Geräten funktioniert, die sich im WLAN befinden/befanden.

Wird euer Rechner geklaut, kann Backblaze anhand der WLAN-Daten feststellen, wo sich der Rechner befindet oder zuletzt befand.

In diesem Fall könnt ihr eure Daten sichern, bevor der Dieb diese ggfs. löscht und der Polizei vielleicht nützliche Hinweise über den Aufenthaltsort liefern.

Ein nettes Feature, dass ich hoffentlich nie brauchen werde.[/vc_column_text][vc_single_image image=“2694″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Zusammenfassung

Hier nochmal alle Fakten kurz für euch zusammengefasst.

Pro

  • Komplettes sichern von Laufwerken
  • auch USB-Laufwerke können gesichert werden
  • unendlich Speicherplatz
  • Für Win/Mac verfügbar
  • Locate my computer als Zusatzfeature
  • Mehrere Optionen zur Wiederherstellung, unter anderem Zusendung eines Datenträgers
  • Verschlüsselung mit eigenem Passwort des Backups
  • Dateiversionshistorie bis zu 30 Tage
  • E-Mail-Benachrichtigung über den Backup-Status
  • Automatische Begrenzung der Uploadbandbreite
  • 15 Tage kostenlos Testen

Contra

  • nicht kostenlos
  • Clouddienst aus USA
  • kein Dateisharing a la Dropbox
  • die deutsche Übersetzung ist mangelhaft
  • Optik des Tools ist, nennen wir es mal altbacken

[/vc_column_text][vc_column_text]Was haltet ihr von dieser Lösung oder nutzt ihr sie sogar schon? Wir freuen uns über eure Meinungen und Erfahrungsberichte.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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