Holdfast Moneymaker

Holdfast Moneymaker – Kamergurt für Hochzeitsfotografen

Was für ein komischer Name für einen Kameragurt, oder? Moneymaker… Gab es da nicht auch mal nen Pokerspieler der so heißt? Ach egal. Lasst uns nicht zu lang am Namen aufhalten, sondern eher auf die Qualität und die Funktionen eingehen. Ein kurzer Hinweis sei noch erlaubt. Am Ende des Artikels ist auch ein Video von uns verlinkt, für die Lesefaulen sozusagen.

Holdfast Moneymaker, was ist das überhaupt?

Mit einem Wort beschrieben: Kameragurt. Das wird dem Moneymaker der amerikanischen Firma aber nicht gerecht. In meinem Fall handelt es sich um einen Kameragurt aus Echtleder an dem ich bequem zwei Kamerabodies befestigen kann. So richtige Kamerabodies, DSLRs mit schwerem Glas vorne dran.

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Die Optik

Warum fange ich mit der Optik an? Weil sie für mich als Hochzeitsfotografen eine entscheidende Rolle spielt und diese beim Moneymaker auch einfach grandios ist.

Viele Hersteller haben erkannt, dass man nicht immer schwarze Kamerataschen, Rucksäcke oder Gurte kaufen möchte, sondern vielleicht ein etwas edleres Erscheinungsbild beim zahlenden Kunden vor Ort haben möchte. Vergleicht dazu doch auch mal unser Review vom Compagnon Backpack.

Das finde ich persönlich richtig gut. Der Kameragurt ist wie gesagt aus Echtleder. Mein Gurt ist aus Büffelleder, die Firma Holdfast bietet aber noch verschiedene andere Varianten auf die ich am Ende etwas genauer eingehen werde.

Als Farbe habe ich mir Kastanie, nicht wie im Video fälschlicherweise erwähnt, Haselnuss, ausgesucht. Den Gurt aus Büffelleder gibt es auch noch deutlich heller, aber mein Gurt passt so optimal zu meinem compagnon messenger in dunkelbraun.

Sämtliche Scharniere, Haken und Ösen sind aus Metall gefertigt und verleihen dem Gurt dadurch eine zusätzliche optische Aufwertung. Achja, der Gurt wird in einem hellen Jutebeutel geliefert. Sieht ganz schön aus, aber liegt bei mir seitdem in der Schublade.

Verarbeitung

Ich bin kein anerkannter Experte in Sachen Leder-Kameragurte, aber ich nutze den Moneymaker jetzt seit etwas über einem Jahr und ich bin von der Verarbeitung sehr begeistert. Der Gurt macht einen extrem stabilen Eindruck. Ich habe zu keiner Zeit Bedenken meine teuren, schweren Kameras mit noch schwereren und noch teureren Objektiven an den Gurt zu hängen.

Das Leder, die Nieten usw. haben keine unschönen Kanten und sind insgesamt sauber verarbeitet. Ich weiß nicht, was ich zu dem Thema noch schreiben soll. Ich bin rundum zufrieden.

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Tragekomfort

Naja, ähnliches Thema wie Verarbeitung. Ich kann nur von mir selbst sprechen, aber ich hatte noch nie einen so bequemen Kameragurt. Das Gewicht der Kameras verteilt sich super auf den Rücken und man merkt auch nach vielen Stunden nicht, dass man teilweise 4-5 kg zusätzlich mit sich rumschleppt. Der Gurt ist absolut tauglich mich großen DSLRs und schweren Objektiven, mit kleineren Kameras wird es nicht anders, eher sogar noch besser, sein.

Für mich hat sich die Investition auf jeden Fall gelohnt, denn bei Aufträgen die teilweise 12, 13 oder 14 Stunden gehen habe ich keine Lust, dass mir nach 6 Stunden der Rücken weh tut oder die Schulter schmerzt.

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Funktion

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole. Der Gurt ist für zwei Kamerabodies ausgelegt. Man kann ihn theoretisch auch mit einem Body nutzen und den Riemen an kameralosen Seite kürzer stellen. Ich habe das nie probiert, denn ich arbeite auf Hochzeiten immer mit zwei Kameras am Mann.

Mitgeliefert werden Schrauben für das Stativgewinde der Kamera. An den Schrauben befinden sich Metallbügel (die Schrauben sind ebenfalls aus Metall) an die man den Gurt mit einer Art Karabinerhaken befestigt. Ihr ahnt es schon, auch die Karabiner sind aus Metall. Diese lassen sich öffnen indem man an einer Schlaufe aus, nein nicht aus Metall, sehr stabilen Stoff zieht. Positiv hierbei, man muss schon wirklich Kraft aufwenden um den Karabiner zu öffnen.

Wer Sicherheit deluxe will für den legt Holdfast noch extra Sicherungsschlaufen dabei. Diese werden am Gurt und an den Ösen an der Kameraseite befestigt. Sollte also der Karabiner mal aufgehen, würde die Kamera noch an den Schlaufen hängen und nicht auf den Boden fallen. Ganz sinnvoll, nutze ich allerdings nicht.

Man kann den Gurt sogar zu einem Kameragurt für drei Bodies umrüsten. Die zusätzlichen Lederriemen können im nachhinein bestellt werden. Es ist etwas schwer zu beschreiben, wie das ganze funktioniert, deswegen habe ich euch einen Screenshot aus dem Video von Holdfast gemacht.

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Quelle: YouTube-Kanal von HoldFastGear

Nachteile

Ja, mit der Zeit habe ich auch ein paar Nachteile feststellen können. Da ich den Kameragurt aber immer noch benutze könnt ihr euch schon denken, dass es keine krassen Nachteile sind. Sie sind einfach nur nervig, aber leicht zu fixen.

Im Grunde geht es um die Geräusche die der Gurt macht. Zunächst mal quietschen die Karabiner unerhört laut. Ich weiß nicht, ob das ein Produktionsfehler ist, aber ich finde ein Kameragurt, der von Hochzeitsfotografen genutzt werden soll, muss leise sein. Ich habe keine Lust auf Blicke von genervten Gästen z.B. in der Kirche.

Bei mir haben ein paar Tropfen WD40 Wunder gewirkt. Auf einmal waren die Karabiner leise. Ist also schnell erledigt, könnte man aber „von Werk aus“ sicher besser machen.

Auch der zweite Nachteil hat etwas mit Geräuschen zu tun. Die Karabiner sind aus Metall, der Bügel an der Schraube ist ebenfalls aus Metall. Was passiert wenn Metall auf Metall schleift? Richtig, es quietscht, klappert, macht Geräusche. Für Abhilfe sorge ich indem ich Isolierband über den Bügel geklebt habe. Seit dem ist Ruhe und der Gurt für mich, bis auf den winzigen optischen Makel durch das Isolierband, perfekt.

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Preis

Kommen wir zum Preis. Ich habe für meinen Gurt 240€ gezahlt. Für einen Kameragurt! Das ist nicht wenig Geld und viele wird das abschrecken, aber ich habe über die Jahre die Erfahrung gemacht, dass man für gute Dinge eben auch etwas mehr Geld bezahlen muss. Durch die Entlastung meines Rückens hat sich das Geld schon lang bezahlt gemacht. Was ich nie gedacht hätte, ich habe auf einigen Hochzeiten von Gästen sogar Komplimente für den Kameragurt bekommen. Das zeigt mir, dass auch Nicht-Fotografen durchaus darauf achten, ob etwas edel aussieht und zum Gesamtbild passt oder eben nicht.

Meine Variante ist allerdings auch der Standard, und somit günstigste Echtledergurt von Holdfast.

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Varianten

Zunächst einmal Folgendes: Der Kameragurt lässt sich nur bedingt verstellen. Ihr müsst bei einer Bestellung die Größe wählen. Die Gurte gibt es in S, M und L. Holdfast empfiehlt folgende Körpergrößen:

Für S: 170cm und darunter
Für M: 173cm bis 188cm
Für L: 191cm und größer

Ich bin ja ein kleiner Mann mit 1,72m Körpergröße, habe mich aber dennoch für die M Variante entschieden, denn vielleicht trägt man doch mal eine Jacke, Sacko oder Pulli unter dem Gurt. Mir passt die M-Größe gut und sie ist bequem.

Dann gibt es noch die Sache mit den D-Ringen. Man kann den Gurt mit und ohne D-Ringen bestellen. Die D-Ringe sind dafür da, später die dritte Kamera einzuhängen bzw. den Lederriemen dafür anzubringen. Anscheinend gab es viele Beschwerden, dass sich lange Haare gern mal in diesen D-Ringen verfangen, deswegen bietet Holdfast fast alle Gurte auch ohne D-Ringe, dann aber auch ohne Option eine Dritte Kamera einzuhängen an. Ich habe die Version mit D-Ringen, weil ich erstens keine langen Haare habe und zweitens die Variante ohne D-Ringe auch schlicht nicht verfügbar war.

Wer richtig ausgefallene Gurte sucht, der wird ebenfalls fündig. Neben Gurten mit Mustern und einem richtig auffälligen pink gefärbten Ledergurt gibt es sogar Kameragurte aus Schlangenleder. Das die angegebenen 240€ dann nicht mehr reichen ist wahrscheinlich jedem selbst klar 🙂

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Quelle: Webseite von HoldFastGear

Video

Natürlich haben wir auch ein Video zum Holdfast Moneymaker gedreht, dann seht ihr den Gurt auch mal in Bewegtbild.

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