Leica M-D – analoge Digitalkamera!?

Ich hatte die Nachricht, als ich sie vor wenigen Tagen auf Facebook las, für einen Witz gehalten. Jetzt war ich „zufällig“ auf der Leica-Webseite unterwegs, um mir an den virtuellen Schaufenstern die Nase plattzudrücken und entdecke dort wirklich die Leica M-D.

 

Eine waschechte Leica M

Ja, im Grunde ist es sogar die konsequente Minimalisierung der Leica M, denn die M-D hat alles, was eine M auch hat, aber kein Display. Ihr lest richtig. Es ist eine digitale Vollformatkamera mit M-Bajonett und 24 Megapixel-Sensor. Damit sich der Fotograf aber auf das Wesentliche konzentrieren kann wurde kein Display auf der Rückseite, wie bei modernen Kameras gewohnt, verbaut.

Auf der Rückseite stellt ihr ganz klassisch wie bei den analogen Leicas den ISO-Wert ein.

 

via Hersteller

via Hersteller

 

Verrückteste Leica ever?

Würd ich gar nicht mal so sagen. Ich meine, das Konzept is schon krass. Es ist konsequenter Purismus. Leica mag ja solch konsequente Produkte, denn erst im letzten Jahr hat das deutsche Unternehmen die Leica M Monochrom vorgestellt, deren Bilddateien nur in schwarz-weiss ausgegeben werden können.

 

Meine Meinung

Ich finde es eine Mischung aus unsinnig und mutig. Für den Leica Sammler sicher überragend. Ich will aufs Display nicht verzichten. Ich bin einfach auch kein wahrer, hipper Purist.

Klar, ich höre sie schon rufen, die Fotografen die schon seit 50 Jahren analog fotografieren und alles digitale eh doof finden, aber dennoch gern ihre Bilder am MacBook (Apfel überklebt oder mit einem coolen Sticker versehen) verwalten möchten. „Ich weiß was ich tue, was soll ich mit einem Display?“ Ja, wie gesagt, jedem das seine.

 

Preise und Release

Die Leica M-D ist bereits verfügbar und kostet ca. 6.000€.

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