Holdfast Moneymaker – Kamergurt für Hochzeitsfotografen

Was für ein komischer Name für einen Kameragurt, oder? Moneymaker… Gab es da nicht auch mal nen Pokerspieler der so heißt? Ach egal. Lasst uns nicht zu lang am Namen aufhalten, sondern eher auf die Qualität und die Funktionen eingehen. Ein kurzer Hinweis sei noch erlaubt. Am Ende des Artikels ist auch ein Video von uns verlinkt, für die Lesefaulen sozusagen.

Holdfast Moneymaker, was ist das überhaupt?

Mit einem Wort beschrieben: Kameragurt. Das wird dem Moneymaker der amerikanischen Firma aber nicht gerecht. In meinem Fall handelt es sich um einen Kameragurt aus Echtleder an dem ich bequem zwei Kamerabodies befestigen kann. So richtige Kamerabodies, DSLRs mit schwerem Glas vorne dran.

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Die Optik

Warum fange ich mit der Optik an? Weil sie für mich als Hochzeitsfotografen eine entscheidende Rolle spielt und diese beim Moneymaker auch einfach grandios ist.

Viele Hersteller haben erkannt, dass man nicht immer schwarze Kamerataschen, Rucksäcke oder Gurte kaufen möchte, sondern vielleicht ein etwas edleres Erscheinungsbild beim zahlenden Kunden vor Ort haben möchte. Vergleicht dazu doch auch mal unser Review vom Compagnon Backpack.

Das finde ich persönlich richtig gut. Der Kameragurt ist wie gesagt aus Echtleder. Mein Gurt ist aus Büffelleder, die Firma Holdfast bietet aber noch verschiedene andere Varianten auf die ich am Ende etwas genauer eingehen werde.

Als Farbe habe ich mir Kastanie, nicht wie im Video fälschlicherweise erwähnt, Haselnuss, ausgesucht. Den Gurt aus Büffelleder gibt es auch noch deutlich heller, aber mein Gurt passt so optimal zu meinem compagnon messenger in dunkelbraun.

Sämtliche Scharniere, Haken und Ösen sind aus Metall gefertigt und verleihen dem Gurt dadurch eine zusätzliche optische Aufwertung. Achja, der Gurt wird in einem hellen Jutebeutel geliefert. Sieht ganz schön aus, aber liegt bei mir seitdem in der Schublade.

Verarbeitung

Ich bin kein anerkannter Experte in Sachen Leder-Kameragurte, aber ich nutze den Moneymaker jetzt seit etwas über einem Jahr und ich bin von der Verarbeitung sehr begeistert. Der Gurt macht einen extrem stabilen Eindruck. Ich habe zu keiner Zeit Bedenken meine teuren, schweren Kameras mit noch schwereren und noch teureren Objektiven an den Gurt zu hängen.

Das Leder, die Nieten usw. haben keine unschönen Kanten und sind insgesamt sauber verarbeitet. Ich weiß nicht, was ich zu dem Thema noch schreiben soll. Ich bin rundum zufrieden.

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Tragekomfort

Naja, ähnliches Thema wie Verarbeitung. Ich kann nur von mir selbst sprechen, aber ich hatte noch nie einen so bequemen Kameragurt. Das Gewicht der Kameras verteilt sich super auf den Rücken und man merkt auch nach vielen Stunden nicht, dass man teilweise 4-5 kg zusätzlich mit sich rumschleppt. Der Gurt ist absolut tauglich mich großen DSLRs und schweren Objektiven, mit kleineren Kameras wird es nicht anders, eher sogar noch besser, sein.

Für mich hat sich die Investition auf jeden Fall gelohnt, denn bei Aufträgen die teilweise 12, 13 oder 14 Stunden gehen habe ich keine Lust, dass mir nach 6 Stunden der Rücken weh tut oder die Schulter schmerzt.

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Funktion

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole. Der Gurt ist für zwei Kamerabodies ausgelegt. Man kann ihn theoretisch auch mit einem Body nutzen und den Riemen an kameralosen Seite kürzer stellen. Ich habe das nie probiert, denn ich arbeite auf Hochzeiten immer mit zwei Kameras am Mann.

Mitgeliefert werden Schrauben für das Stativgewinde der Kamera. An den Schrauben befinden sich Metallbügel (die Schrauben sind ebenfalls aus Metall) an die man den Gurt mit einer Art Karabinerhaken befestigt. Ihr ahnt es schon, auch die Karabiner sind aus Metall. Diese lassen sich öffnen indem man an einer Schlaufe aus, nein nicht aus Metall, sehr stabilen Stoff zieht. Positiv hierbei, man muss schon wirklich Kraft aufwenden um den Karabiner zu öffnen.

Wer Sicherheit deluxe will für den legt Holdfast noch extra Sicherungsschlaufen dabei. Diese werden am Gurt und an den Ösen an der Kameraseite befestigt. Sollte also der Karabiner mal aufgehen, würde die Kamera noch an den Schlaufen hängen und nicht auf den Boden fallen. Ganz sinnvoll, nutze ich allerdings nicht.

Man kann den Gurt sogar zu einem Kameragurt für drei Bodies umrüsten. Die zusätzlichen Lederriemen können im nachhinein bestellt werden. Es ist etwas schwer zu beschreiben, wie das ganze funktioniert, deswegen habe ich euch einen Screenshot aus dem Video von Holdfast gemacht.

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Quelle: YouTube-Kanal von HoldFastGear

Nachteile

Ja, mit der Zeit habe ich auch ein paar Nachteile feststellen können. Da ich den Kameragurt aber immer noch benutze könnt ihr euch schon denken, dass es keine krassen Nachteile sind. Sie sind einfach nur nervig, aber leicht zu fixen.

Im Grunde geht es um die Geräusche die der Gurt macht. Zunächst mal quietschen die Karabiner unerhört laut. Ich weiß nicht, ob das ein Produktionsfehler ist, aber ich finde ein Kameragurt, der von Hochzeitsfotografen genutzt werden soll, muss leise sein. Ich habe keine Lust auf Blicke von genervten Gästen z.B. in der Kirche.

Bei mir haben ein paar Tropfen WD40 Wunder gewirkt. Auf einmal waren die Karabiner leise. Ist also schnell erledigt, könnte man aber „von Werk aus“ sicher besser machen.

Auch der zweite Nachteil hat etwas mit Geräuschen zu tun. Die Karabiner sind aus Metall, der Bügel an der Schraube ist ebenfalls aus Metall. Was passiert wenn Metall auf Metall schleift? Richtig, es quietscht, klappert, macht Geräusche. Für Abhilfe sorge ich indem ich Isolierband über den Bügel geklebt habe. Seit dem ist Ruhe und der Gurt für mich, bis auf den winzigen optischen Makel durch das Isolierband, perfekt.

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Preis

Kommen wir zum Preis. Ich habe für meinen Gurt 240€ gezahlt. Für einen Kameragurt! Das ist nicht wenig Geld und viele wird das abschrecken, aber ich habe über die Jahre die Erfahrung gemacht, dass man für gute Dinge eben auch etwas mehr Geld bezahlen muss. Durch die Entlastung meines Rückens hat sich das Geld schon lang bezahlt gemacht. Was ich nie gedacht hätte, ich habe auf einigen Hochzeiten von Gästen sogar Komplimente für den Kameragurt bekommen. Das zeigt mir, dass auch Nicht-Fotografen durchaus darauf achten, ob etwas edel aussieht und zum Gesamtbild passt oder eben nicht.

Meine Variante ist allerdings auch der Standard, und somit günstigste Echtledergurt von Holdfast.

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Varianten

Zunächst einmal Folgendes: Der Kameragurt lässt sich nur bedingt verstellen. Ihr müsst bei einer Bestellung die Größe wählen. Die Gurte gibt es in S, M und L. Holdfast empfiehlt folgende Körpergrößen:

Für S: 170cm und darunter
Für M: 173cm bis 188cm
Für L: 191cm und größer

Ich bin ja ein kleiner Mann mit 1,72m Körpergröße, habe mich aber dennoch für die M Variante entschieden, denn vielleicht trägt man doch mal eine Jacke, Sacko oder Pulli unter dem Gurt. Mir passt die M-Größe gut und sie ist bequem.

Dann gibt es noch die Sache mit den D-Ringen. Man kann den Gurt mit und ohne D-Ringen bestellen. Die D-Ringe sind dafür da, später die dritte Kamera einzuhängen bzw. den Lederriemen dafür anzubringen. Anscheinend gab es viele Beschwerden, dass sich lange Haare gern mal in diesen D-Ringen verfangen, deswegen bietet Holdfast fast alle Gurte auch ohne D-Ringe, dann aber auch ohne Option eine Dritte Kamera einzuhängen an. Ich habe die Version mit D-Ringen, weil ich erstens keine langen Haare habe und zweitens die Variante ohne D-Ringe auch schlicht nicht verfügbar war.

Wer richtig ausgefallene Gurte sucht, der wird ebenfalls fündig. Neben Gurten mit Mustern und einem richtig auffälligen pink gefärbten Ledergurt gibt es sogar Kameragurte aus Schlangenleder. Das die angegebenen 240€ dann nicht mehr reichen ist wahrscheinlich jedem selbst klar 🙂

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Quelle: Webseite von HoldFastGear

Video

Natürlich haben wir auch ein Video zum Holdfast Moneymaker gedreht, dann seht ihr den Gurt auch mal in Bewegtbild.

Der Compagnon Back im Test – Gutaussehender Könner!

Irgendwie scheint es vor allem bei Fotografen einen ausgeprägten Sinn für das Besitzen von vielen Taschen zu geben. Zumindest ist das gefühlt die Wahrheit oder vielleicht ist es auch nur bei mir und meinen direkten Umfeld so – wer weiß das schon genau. Eins steht fest: Es ist wichtig eine gute Tasche für sein Fotografie- (oder Video-) Equipment zu finden.
Grundlegend ist es natürlich so, dass jeder Ansprüche der unterschiedlichsten Art hat und für jeden eine andere Lösung die womöglich Beste sein kann. Ich möchte euch in diesem Beitrag den „Backpack“ von Compagnon vorstellen und meinen Eindruck weitergeben. Wie weiter oben im Text schon erwähnt ist es nahezu unmöglich ein allgemeingültiges „Allheilmittel“ für jeden Fotografen zu finden – deshalb werde ich hier auch nicht vergleichen, sondern nur beschreiben wie ich den Rucksack von Compagnon bisher erlebt und eingesetzt habe. Ich denke, das ist eine ganz gute Möglich das Produkt etwas näher kennen zulernen und sich evtl. selbst im Nutzungsverhalten oder einigen Präferenzen wiederzufinden.
Das soll es nun aber an anfänglichen Aufklärungs-Geschreibe gewesen sein – lasst uns mal gucken was wir mit dem Compagnon Backpack für eine „Tasche“ gekauft haben.
First Look – Optik, Material und alles was man zunächst sieht
Es ist kein Geheimnis, dass Compagnon sich dazu entschieden hat, dem Themengebiet „Kameraaufbewahrung“ eine ordentliche Ladung Style hinzuzugeben. Bereits mit den ersten Messenger-Varianten haben die beiden Jungs aus Birkenfeld in der nähe von Pforzheim die Foto- und Videoszene optisch aufgewertet und auch aufgemischt. Plötzlich waren immer mehr der ledernen Umhängetaschen zu sehen und viele Medienschaffenden entwickelten eine Art Liebe zu diesen Taschen – vorher war das – zugegeben – ein wenig schwierig so etwas wie einen „Haben-Wollen-Wunsch“ auszulösen, wenn es fast nur plastikartige, schwarze, ja… „Fototaschen“ gab. Das trifft es denke ich ganz gut. Bei den Produkten von Compagnon sieht man einfach nicht, dass es sich um eine Transportmöglichkeit für – oftmals sehr teure – Technik handelt.
CompagnonBackpackSo kommt auch der Backpack daher. Momentan noch in zwei Varianten („Dunkelgrün mit braunem Leder“ und „Dunkelblau mit schwarzem Leder“) erhältlich, ist dieser Rucksack eher an den momentan bzw. kommenden Trends orientiert. Die Rückenseite des Backpack (die Seite, die beim Tragen auf dem Rücken aufliegt) ist in einem edlen Leder und einer wirklich sehr ansehnlichen „Six-Pack-Optik“ gehalten und bietet einen angenehmen Tragekomfort. Im selben Leder sind auch die Tragegurte vorzufinden – sieht einfach gut aus. Der restliche Rucksack ist – bis auf ein paar kleine Applikationen und Verschlüsse aus Canvas (Je nach Modell in verschiedenen Farben).
Zu guter letzt fällt noch das Roll-Top am oberen Ende des Rucksacks auf. Hier spielt der Rucksack seine Flexibilität aus und lässt sich – wenn man spontan man etwas Größeres transportieren möchte – sehr hoch aufbauen und durch einen flexiblen Halteriemen sichern.
Inside the Backpack – was steckt drinnen? 
Im Inneren des Compagnon Backpacks sieht es beim ersten Aufmachen erst mal nach ordentlich Platz aus. Aber Moment – wie öffnet man den Rucksack überhaupt? Hier hat Compagnon das Rad sicherlich nicht neu erfunden, aber mitgedacht. Das Hauptfach des Rucksacks erreicht man nur über das Rückenteil (ihr erinnert euch vielleicht, schönes Leder, Six-Pack-Optik). Der komplette Rücken lässt sich nach dem Öffnen von zwei Reißverschlüssen aufklappen und man kommt geschickt an den kompletten Inhalt des Rucksacks. In der Praxis hat sich das als recht praktisch herausgestellt. Unbemerkt kann so niemand etwas aus dem Rucksack entwenden und wenn man ihn öffnet hat man direkten Zugriff auf die ganzen Fächer, die man sich – je nach Bedarf – frei einteilen kann. Mitgeliefert werden nämlich viele Klett-Trennwände, mit denen man wirklich einiges anstellen kann. Ich selbst nutze vielleicht ein Drittel der enthaltenen Trennwände und führe teilweise drei Kameras und Zubehör mit mir herum. Zusätzlich gibt es noch kleine Lederriemen mit starken Klettverschlüssen. Diese können dazu genutzt werden um (empfindliches?) Equipment nochmals zusätzliche zu sichern. Ich selbst habe diese Riemen anfänglich genutzt, weil sie eben mit dabei waren. Mittlerweile setze ich sie nicht mehr ein (evtl. sollte ich über eine Lederarmbandproduktion nachdenken, sind nämlich einige Riemen mit an Bord).
Das Schöne am Backpack von Compagnon ist für mich, dass es eine „Master-Trennwand“ gibt (ich erfinde hier laufend neue Worte). Du möchtest sicher wissen, was das jetzt wieder sein soll, oder? Berechtigte Frage – es ist in der Tat ein sehr nützlicher Bestandteil. Mit dieser Großen Trennwand (mit Klett) lässt sich der Rucksack nämlich innerlich unterteilen. So kann du einen Teil des Rucksacks nutzen um Kameraequipment zu lagern und darüber eine große Fläche für andere Dinge schaffen. Der zweite Raum ist dann separat auch über das praktische Roll-Top erreichbar und bietet (je nach Einteilung) Platz für jede Menge Dinge, die man öfter mal benötigt, wie bspw. eine Jacke oder etwas zu trinken.
Compagnon Backpack
Schauen wir uns doch nochmal den „Deckel“ bzw das Rückteil an. Auf der einen Seiten mit diesem schicken, gepolsterten Leder-Six-Pack bestückt, findet man auf der Innenseite eine Unmenge an Verstauungsmöglichkeiten. Hauptteil ist wohl ein Laptop-Fach, das Platz für einen 15“ Laptop hergibt. Auf diesem Fach befinden sich – mit einer wirklich grandiosen Klett-Technik angebracht – jede Menge kleine Täschchen und Steckplätze für bspw. SD-Karten. Da hat wirklich jemand mitgedacht.
Okay, Tobi. Wo sind die Haken? Kann der Rucksack auch irgendetwas nicht? 
Na gut, erwischt. Es gibt auch ein paar Dinge, die man verbessern kann. Ehrlich gesagt sind das aber Kleinigkeiten und für mich nicht gerade ein „Kauf-das-niemals-Argument“.
  1. Bei der Nutzung ist mir aufgefallen, dass die Tragegurte bei mir gerne mal ihre Größe erweitern. Das bedeutet: Ist der Rucksack schwer beladen, halten die „Stopper“ an den Riemen das Gewicht nicht sehr lange und die Trageriemen des Rucksacks stellen sich etwas größer. Das passiert nicht immer, ist mir aber schon ein paar Mal aufgefallen. Vielleicht belade ich den Rucksack auch einfach das ein oder andere mal mit einem zu hohen Gewicht ?
  1. Was mir auch aufgefallen ist, was mich persönlich aber nicht mehr stört, ist ein Schnellzugriff. Einige Taschen und Rucksäcke bieten so etwas. Man hat dort die Möglichkeit über einen separaten Eingriff schnell und unkompliziert bspw. die Kamera zu ziehen. Ehrlich gesagt fällt mir nicht wirklich ein, wie man das hier lösen könnte und wie man trotzdem noch gewährleistet, dass hier Diebe wirklich kein leichtes Spiel haben.
  1. Der „Backpack“ von Compagnon kann außerdem nicht: günstig. Ich denke an diesem Zeitpunkt des Berichts ist es angebracht auch mal ein wenig über den Preis des guten Stücks zu schreiben. Mit grob 450€ ist dieser Rucksack absolut kein Schnäppchen und wird nur für die wenigstens ein Rucksack für Zwischendurch sein. Auch ich habe eine gefühlte Ewigkeit überlegt, ob ich mir diesen Rucksack wirklich zulegen möchte und habe viele Irrfahrten hinter mir und war ewig auf der Suche nach einer Lösung für bspw. das Radfahren – hier ist man mit einer Umhängetasche einfach total eingeschränkt und braucht irgendwann Tabletten für die Nerven. Schlussendlich ist es mir der Backpack wert und ich nutze ihn nicht mehr nur zum Radfahren.
Lasst uns mal etwas tiefer einsteigen und gucken was ich mit dem Rucksack schon erlebt habe
FotografieFahrradDie erste Radtour mit dem Backpack stand also endlich an und ich habe ordentlich beladen. Mit dem Rad ging es einige Kilometer durch den Wald und über Felder und Wiesen. Besonders im Sommer kann es da schon mal vorkommen, dass man an der Auflagefläche (Rücken) etwas schwitzt. Ich bin nicht so der Experte für Schwitzverhalten bei Rucksacknutzung, kann aber sagen, dass es nicht zu auffällig viel Schweissbildung an dieser Stelle kam. Durch das gepolsterte Rückenteil kommt da – gefühlt – auch irgendwie Luft dazwischen ? ! Wo wir gerade bei diesem Thema sind: Nach der ersten Tour sah das Rückteil tatsächlich ein wenig anders und ein wenig abgenutzt aus – ich denke allerdings, dass sowas bei Leder normal ist. Seither hat es sich auch nicht mehr verändert. Gerade für das Radfahren wollte ich einen Rucksack, in den ich viel Equipment packen kann, aber auch genug Alltagsgegenstände mitführen kann – das habe ich hier eindeutig gefunden.
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Bei der nächsten Radtour (eigentlich lagen da einige dazwischen – ich vermeide es jetzt aber von jeder einzelnen Tour zu erzählen) hab ich dann eine andere Seite des Backpacks kennen lernen dürfen. Ich war wieder mal unterwegs und hatte – wie immer – im Vorfeld den Wetterbericht begutachtet – „Kein Regen“. Seit diesem Tag vertraue ich übrigens keinem Wetterbericht mehr. Ich war also fröhlich unterwegs (im schönsten Wetter) und dann passierte es: Ein Wolkenbruch direkt über mir, die Bäume haben ihre schützende Funktion aufgegeben und
das Wasser bretterte nur so auf mich ein. Ich denke genau im richtigen Zeitpunkt kam mir der Gedanke an den Rucksack und meine Kamera darin. Ich dachte mir, jetzt kann er mal zeigen, wie wasserabweisend er tatsächlich ist. Also: Smartphone und Smartwatch schnell in den Rucksack gepackt und den Hoffnungsmodus aktiviert. Ich bin mit dem Rucksack dann noch ca. 2km bei strömendem Regen durch den Wald gefahren, bis ich eine Hütte zum unterstellen gefunden habe. Mein Nässe-Grad war mit einem vollbekleideten Sprung in einen See zu vergleichen, auch deshalb war icRegenh nicht sehr zuversichtlich als ich den Reisverschluss des Backpacks öffnete und hineinfasste – trocken!! Ich war selten so froh über einen Rucksack, wie in diesem Moment. Mit dieser Erfahrung hat sich der Compagnon Backpack ganz weit nach oben in meiner Beliebtheitsskala katapultiert. Übrigens: Möchte man diese Eigenschaft des Rucksacks beibehalten sollte man ihn regelmäsig einwachsen!
Mein Fazit: Der Compagnon Backpack ist ein gutaussehnder Könner! Wenn man gerade auf der Suche nach einer passenden Kameratasche bzw. einem passenden Kamerarucksack ist, finde ich es wichtig, dass man sich klar darüber wird, welche Ansprüche man an das Produkt stellt. Gerade bei einem Preis von 449€ sollte man wissen, was man da kauft. Für mich und meine „Such-Situation“ war der Backpack die passende Lösung. Mit einem Mix aus professionellem Kamerarucksack, einer guten Ladung Alltagstauglichkeit (Untertrennung des Innenraums + Optik) stellt der Compagnon Backpack für mich die optimale Variante eines Kamerarucksacks dar.

Da beim Compagnon Backpack die Optik auch eine große Rolle spielt haben wir nochmal eine kleine Tour durch den Backpack in Videoform festgehalten – diese findet ihr hier:

 

Canon 5D Mark IV vorgestellt

Nun ist es also soweit. Das ich diesen Satz mal schreiben würde, hätte ich beinahe nicht mehr gedacht, aber die Canon 5D Mark IV wurde vorgestellt.

Canon 5D Mark IV

Die Nachfolgerin, der in 2012 erschienenen, extrem beliebten Mark III wurde heute offiziell von Canon vorgestellt. Heute Mittag gibt es in Stockholm noch ein Event zur Veröffentlichung.

Lange haben die Canon User nach einer neuen 5D gerufen, lasst uns also mal anschauen, ob Canon mit den neuen Features punkten kann.

Die Features

Ich liste mal das Erwähnenswerte auf, anschließend gibt es meine Meinung dazu:

  • 30,4 Megapixel CMOS Sensor
  • 7 FPS, max 21 RAWs
  • interne 4K-Videoaufnahme
  • 120 FPS in 720p
  • integriertes WLAN und GPS
  • ISO bis 32.000 (nativ), erweiterbar auf bis zu 102.400
  • 61 AF-Felder, davon 41 Kreuzsensoren
  • 3,2 Zoll Touchdisplay
  • Kopfhöreranschluß
  • Dual Pixel RAW

EOS 5D Mark IV_tcm83-1456467Meine Meinung dazu

30 Megapixel, ok, ich persönlich halte da nicht viel von. Es ist weit entfernt von den Megapixel-Monstern, da hat Canon ja auch die 5DS(r) im Sortiment, aber doch deutlich mehr als die Marktüblichen 20-24 Megapixel bei den Reportagekameras. Das bedeutet, wir erhalten deutlich mehr Datenmengen und wahrscheinlich eine langsamere Bearbeitung und bekommen dafür 6 Megapixel mehr. Wahrscheinlich kann man Canon-üblich auch in mRAW fotografieren und erhält so kleinere Dateien, dann würde ich meine „Kritik“ wieder zurückziehen.

7 Bilder pro Sekunde und integriertes WLAN und GPS halte ich für zeitgemäß. Ich kenne einige Kollegen, die sich diese Funktionen wirklich gewünscht haben. Ich bin hier der Meinung, haben ist besser als brauchen 🙂

Internes Aufzeichnen (sprich ohne externen Rekorder zu verwenden) von 4K-Videomaterial finde ich super. Immer mehr Kameras schaffen dies mittlerweile intern, die 5D-Reihe ist ja seit der Mark II auch für hervorragende Videoqualitäten bekannt. Dies scheint Canon auch mit dem neusten Ableger fortzusetzen. Daumen nach oben. 60 FPS in 1080p und 120 FPS in 720p gehen irgendwie in Ordnung. Schöner wären natürlich 120 FPS bei 1080p, aber man kann nicht alles haben.

Der Kopfhöreranschluß rundet die Filmeigenschaften ab. Gehört für mich allerdings in jede gute DSLR.

Zur ISO kann ich nicht viel sagen, liest sich gut, es soll eine neue Rauschreduzierung geben, die für exzellente Low-Light-Eigenschaften sorgt. Das glaube ich einfach mal so. Da sollten wir alle noch Praxistests abwarten, aber die 5D Mark III war zum Release 2012 ja auch schon sehr gut auf dem Gebiet. Ich glaube Canon hat da noch eine Schippe draufgelegt.

Die Anzahl der AF-Messpunkte hat sich nicht verändert. Warum auch? Man will hier sicher keinen Konkurrenten zur 1DX schaffen und die 61 AF-Felder sind absolut ausreichend. Toll auch, dass 41 davon Kreuzsensoren sind. Da könnten sich andere Hersteller, besonders Nikon mal ne Scheibe abschneiden.

Megagut finde ich, dass Canon ein Touchdisplay verbaut hat. Ja ja, das kommt bei vielen immer rüber wie für Consumer und Einsteiger gemacht, finde ich aber absolut praktisch.

Der große Hammer zum Schluß: Dual Pixel RAW. Das ist eine echte Innovation. Hierbei handelt es sich um ein neues RAW Format mit dem der Fokus in der Nachbearbeitung verschoben werden kann. Ihr habt also das Jahrhundertbild gemacht, aber die Schärfe liegt nicht ganz da wo sie sein soll? Laut Canon ist es kein Problem diese im Anschluß zu verschieben. Geile Sache. Ich weiß nicht, ob man das auch mit Lightroom umsetzen kann oder ob wir dafür auf eine Software von Canon zurückgreifen müssen, aber in der Theorie ist das ein Killerfeature.

Verfügbarkeit und Preis

Die Canon 5D Mark IV soll ab Mitte September 2016 im Handel verfügbar sein und 4.065€ kosten. Stolzer Preis.

 

Was haltet ihr von der neuen 5D Mark IV? Ist es die Kamera auf die ihr gewartet habt? Steigt ihr um? Ärgert ihr euch jetzt vielleicht das System gewechselt zu haben? Schreibt uns doch in die Kommentare, was eure Gedanken sind.

 

Die Kwerbox von kwerfeldein.de – Lensflair Folge 7

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Kwerbox 2 von kwerfeldein.de

Leute, Leute, Leute, was haben wir geschwitzt, geweint, Haare gerauft und am Ende doch gelacht. Endlich können wir euch eine neue Folge Lensflair präsentieren.

Diesmal packen wir die Kwerbox 2 von www.kwerfeldein.de aus. Dabei handelt es sich um eine Überraschungsbox für Fotografen. Ihr bestellt die Box für 30€ und wisst nicht was drin ist.

Natürlich haben wir mit der Folge gewartet und packen die „alte“ Box aus, mittlerweile gibt es schon die 3. Variante :-)[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=“3011″ img_size=“large“ alignment=“center“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Wir finden die Idee echt gut, in anderen Bereichen haben sich solche Boxen ja bereits etabliert. Wer Lust auf eine kleine Überraschung für Fotografen hat, kann denke ich zuschlagen![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Das Video

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Gewinnspiel auf Facebook

Auch diesmal haben wir etwas tolles zu verlosen.

In der Box befand sich ein Gutschein um das volle Angebot von fototv.de für einen Monat zu nutzen. Den Gutscheincode geben wir gern an euch weiter.

Wie das funktioniert erfahrt ihr auf Facebook in diesem Beitrag: https://www.facebook.com/netucated/videos/1764573080466135/[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

netucated Newsflash KW 32

Unser Newsflash für euch – heute in für die Kalenderwoche 32

Wir fassen für euch von nun an regelmäßig die News der vergangenen Woche zusammen.

Anders als von uns gewohnt wird nicht viel geschwafelt, sondern kurz und knapp auf den Punkt gebracht! Ist für euch sicher ungewohnt, aber bestimmt eine tolle Abwechslung 🙂

Heute geht es um:

  • Getty Images
  • VSCO Open Studio
  • Samyang 20mm F1.8
  • Casio EX FR 200

 

 

Ein kleiner Einstieg in die Tabletop-Fotografie

Ich habe mit Speedlites schon immer wieder mal in meiner People-Fotografie gearbeitet, vor allem wenn ich Bands fotografiert habe. Trotzdem bleibt das Fotografieren mit Blitz für mich immer noch irgendwie ein ewiges Trial & Error. Eigentlich hab ich die meiste Zeit nicht wirklich eine Ahnung, was ich da gerade tue. Trotzdem habe ich über die Zeit hinweg gelernt, Blitze zu meinem Vorteil zu nutzen um mein Motiv etwas herausstechen zu lassen, der Szenen eine plastischeren Look zu geben oder einfach mal auf Hochzeiten mein eigenes Gegenlicht zu zaubern.

In letzter Zeit folge ich immer mehr Food-Fotografen und das sind wirklich die Fotografen, die’s raus haben. Selten sonst sehe ich so perfekte Inszenierungen von Licht und Schatten wie in der Tabletop Food-Fotografie. Das wollte ich jetzt selbst mal ausprobieren, einfach um etwas neues zu lernen. Wenn man sich mal etwas mit dem Thema beschäftigt, findet man recht schnell und einfach viele Behind-the-scenes Bilder von Lichtsetups über Google oder Facebook und es ist faszinierend, wie viele Herangehensweisen es dafür gibt.

Okay, sollen wir’s selbst mal probieren? Habt ihr Euer 5.000€ Pro-Photo Equipment bereit liegen? Super! Für das, was ich Euch jetzt zeige könnt Ihr das ganze Zeug erstmal verkaufen, Euch die Ausrüstung holen, die ich benutzt habe und vom restlichen Geld einen sehr (sehr) schönen Urlaub machen.

Ein Licht

Wenn man mal davon ausgeht, dass Ihr bereits eine Kamera und ein Objektiv besitzt müsst Ihr gerade mal noch etwas mehr als 150€ investieren, um mit der Tabletop-Fotografie anzufangen (jedenfalls wenn Ihr meine Licht-Setups nachmachen wollt). Dann habt ihr aber wirklich alles, was ihr braucht um etwas zu experimentieren und noch andere Dinge zu fotografieren. Ich werde in diesem Artikel Amazon Affiliate-Links zum benutzten Equipment posten. Wenn Ihr etwas über diese Links kauft, zahlt Ihr keinen Cent mehr, ich bekomme aber ein bisschen was als Provision (und das hilft mir sehr).

Schauen wir uns mal dieses Foto hier an:

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Nachdem ich mich ein bisschen mit der Thematik auseinander gesetzt hatte, zeichnete sich deutlich ab, dass die Bilder, die mir am besten gefallen immer durch den Einsatz von Gegenlicht entstanden sind (und das benutze ich sowieso am liebsten). Ich habe es noch nicht wirklich geschafft, meinem Bild so viel Tiefe zu geben wie ich es gerne wollte, konnte aber trotzdem recht schnell Ergebnisse wie auf dem eben gezeigten Bild erzielen. Die Große Frage ist also: Wie sah mein Licht-Setup aus?

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Auf dem Diagramm sieht man es sehr gut: Ich habe nur einen Blitz benutzt und Diesen auch noch als Gegenlicht. “Gegenlicht” heißt nicht automatisch, dass das Licht direkt gegenüber der Kamera platziert ist und in das Objektiv leuchtet, es heißt ganz einfach nur, dass das Licht von hinter dem Motiv kommt und ein Rimlight (Lichtkanten) erzeugt. Die Kamera sieht vom Motiv hauptsächlich Schatten aber das kann etwas sehr gutes sein, weil die vielen verschiedenen Abstufungen der Schatten eine schöne Tiefe ins Bild bringen. Noch tiefer wird das ganze sogar durch das angesprochene Rimlight! Der genutzte Blitz ist ein Yongnuo YN-560. Es handelt sich um einen komplett manuellen Blitz, der einen eingebauten Empfänger für das Signal des Yongnuo RF603 hat, den ich auf dem Blitzschuh meiner Kamera betreibe. In dieser Kombination kann ich den Blitz kabellos und entfesselt betreiben und brauche lediglich den RF-603 Sender. Als Lichtformer benutzte ich eine wirklich billige Schirmsoftbox. Ich mag die Softbox vor allem deswegen, weil man sie tatsächlich wie einen Schirm zusammenfalten kann (ohne irgend etwas auseinander bauen zu müssen). Zusammen mit meinem kleinen Lichstativ ist das ein super Travel-Kit, das man auch problemlos in einem größeren Koffer (z.B. für Flugzeuge) oder im öffentlichen Nahverkehr transportieren kann.

Wenn man also auf das Bild oben schaut, dann war der Blitz mit der Softbox links hinter der Kaffeekanne und etwas mehr in die Szene hinein gedreht als zur Kamera. Da ich nur diesen einen Blitz benutzt habe, wurde der komplette Vordergrund etwas zu dunkel und ist im Schatten verschwunden. Deshalb habe ich auf der rechten Seite einen Reflektor auf einem Stuhl genutzt. Dadurch wurden die Schatten wieder etwas aufgefüllt. Naja… jedenfalls fast. So ein Reflektor kann schon recht schnell an Intensität verlieren und der kleine Topf mit den Kaffeebohnen war immer noch etwas zu dunkel. Ich habe mich ein bisschen in meiner Wohnung umgesehen und irgendwann den Schminkspiegel meiner Freundin entdeckt. Den habe ich einfach auf der rechten Seite, ganz knapp außerhalb des Bildausschnittes platziert. Das gute an dem Spiegel ist, dass ich ihn nach oben und unten neigen kann. Nachdem ich ein bisschen herumprobiert habe, konnte ich einen schönen Lichtreflex erzeugen, den man auf der rechten Seite des Topfes sieht.

Und das war’s auch schon! Mehr ist in dem Bild oben nicht passiert. Ein Blitz, ein Reflektor und ein Spiegel. Wenn man Gegenlicht nutzt, dann werden Falten wie die in der Tischdecke besonders herausgehoben. Auch das ist normalerweise eher nützlich als störend, man muss einfach nur gut darauf achten. Rückblickend stört mich etwas die große Falte im Hintergrund, die man direkt über dem Marmeladen-Glass sieht. Wenn ich das Bild nochmal machen würde, wäre diese Falte nicht mehr da.

Hier sind noch ein paar Bilder, die mit genau dem gleichen Lichtsetup entstanden sind:

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Nicht alle Bilder sind so rausgekomen wie ich es wollte. Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe und Schatten gewünscht aber das Setup hat mich auf jeden Fall schonmal in eine gute Richtung gebracht und mit genug Übung und Experimentierfreude wird das noch besser.

Es war eine wirklich gute Entscheidung, Kaffeebohnen für die Bilder zu nutzen. Die dunkle Farbe und raue Struktur kommen durch das Gegenlicht sehr kontrastreich und plastisch heraus.

Zwei Lichter

Aber es gibt noch mehr! Ich hab etwas weiter ausprobiert, mein Lichtequipment verdoppelt und Bilder mit Blitzen von beiden Seiten gemacht. Was man also auf den nächsten Bildern sieht ist mein Licht-Setup, Yongnuo YN560 + Schirm-Softbox mal Zwei. Ein Blitz direkt von links, der andere direkt von rechts. Der Mittelpunkt der Softboxen wurden ziemlich genau mit dem Motiv ausgerichtet und nicht nach unten geneigt, damit ich eine schöne Definition in das Licht bekomme. Ich habe dieses Lichtsetup schon oft gesehen und wollte es selbst mal ausprobieren.

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Die Bilder sind ganz anders geworden, als ich es mir vorgestellt hatte. Im Endeffekt kam eine Lichtgeflutete Szene heraus, was ich aber sehr gerne mochte. Jeder Blitz hat natürlich auch Schatten erzeugt. Zusammen mit dem Blickwinkel direkt von oben ergab sich eine schön dreidimensionale Szene und vor allem die Tassen sind gut herausgekommen.

Wenn man sich das Herz aus Kaffeebohnen anschaut, sieht man nochmal was ich vorhin gesagt habe: Die Farbe und die Struktur der Bohnen lässt sich mit dem Blitzlicht wunderbar herausarbeiten.

Manchmal musste ich etwas tricksen, um das Licht definierter zu bekommen. Es gibt zwei Bilder mit Händen und einem Haufen von Kaffeebohnen. Beim ersten Versuch sah dieser Haufen etwas flach aus, also stapelte ich eine Seite davon höher als die andere. Wenn man von der Seite auf diesen Haufen geschaut hätte, hätte es wie eine kleine Rampe ausgesehen aber von oben merkt man es fast nicht mehr. Das Licht hat sich praktisch um diese Rampe herum geformt, sodass die Lichtrichtung etwas definierter wurde.

Und das War’s soweit. Mein erster wirklicher Versuch der Tabletop-Fotografie. Ich hab nicht wirklich alles so hinbekommen wie ich es wollte aber das tolle am herumprobieren ist, dass man wirklich immer etwas lernt und ich habe mit diesen zwei Lichtsetups einen ganzen Haufen neuer Dinge gelernt.

Ihr braucht Utensilien?

Für die Tabletop Fotografie ist es sehr vorteilhaft, wenn man ein paar charakteristische Utensilien hat. Damit steht und Fällt eine Szene. Man muss auf keinen fall viel Geld für irgendwelche Designer-Dinge ausgeben. Besucht einfach mal einen Flohmarkt in Eurer Nähe. Ihr werdet total viele tolle Sachen für wenige Euros finden. Dieser Jute-Sack, den man auf meinen Bildern hin- und wieder als Untergrund sieht ist z.B. ebenfalls vom Flohmarkt. Die graue Tischdecke gab’s als B-Ware in einem Depot und ich habe sie sogar hin und wieder als Hintergrund genutzt. Die kleinen Töpfe und Pfannen: Flohmarkt.

Sogar dieses Holzbrett / der Holztisch sind aus Bodenplatten zusammen gebaut. Ich habe in einem Bauhaus einfach Bodenplatten, die man für eine Terrasse verwenden kann gekauft, weil mir das Holz gefallen halt. Diese habe ich dann auseinander genommen und neu zusammengesetzt, damit ich einen Holzuntergrund für Bilder habe. Das ganze hat mich 20€ gekostet und ich kann es als Schneidebrett oder Holztisch oder auch Holzboden nutzen.

Seid einfach ein bisschen kreativ! Man kann sehr leicht viel Geld für solche Dinge ausgeben aber ihr bekommt viel authentischere und einzigartigere Bilder, wenn ihr einfach benutzte Dinge kauft oder selbst etwas baut.

Noch besser wird es, wenn Ihr Euch von jemandem helfen lasst, der einen guten Blick für Dekoration und solche Szenen hat. Ich hätte das alles selbst nicht so hinbekommen. Meine Freundin hat die Szenen komplett gestaltet und ich musste mich nur noch um das Licht kümmern. Sucht Euch einfach jemanden, der Euch hilft, dann könnt ihr Euch komplett auf die Fotografie konzentrieren. Zusammen macht es sowieso viel mehr Spaß!

Ihr seid dran!

Hat Euch meine Anleitung etwas gebracht? Habt ihr Tips für mich? Hab ich irgendwas total falsch gemacht oder übersehen? Zeigt ruhig auch Bilder, die Ihr mit diesen Licht-Setups gemacht hab. Ich fänd’s interessant zu sehen, was noch möglich ist. Ich freu mich auf Kommentare!

Equipment-Liste

Okay, nochmal: Das sind Amazon Affiliate-Links. Ihr zahlt keinen Cent mehr aber wenn Ihr etwas über diese Links kauft, bekomme ich eine kleine Provision. Damit unterstützt Ihr mich ungemein!

Yongnuo YN-560

Yongnuo RF603

Schirmsoftbox

Lichstativ

Reflektor

Schminkspiegel

netucated Newsflash KW 31

Unser Newsflash für euch

Wir fassen für euch von nun an regelmäßig die News der vergangenen Woche zusammen.

Anders als von uns gewohnt wird nicht viel geschwafelt, sondern kurz und knapp auf den Punkt gebracht! Ist für euch sicher ungewohnt, aber bestimmt eine tolle Abwechslung 🙂

Chris legt vor und spricht u.a. über:

  • die süßen kleine Nikon Unterwasserkamera Nikon Coolpix W100
  • Canon 5D Mark IV Event
  • Objektive werden teurer
  • Instagram Stories

 

Instagram Stories – Das Imperium schlägt zurück?

Instagram Stories

Da macht man nichts ahnend die Instagram App auf und sieht, dass sich da doch etwas verändert haben muss. In einem unspektakulären Blogpost hat Instagram eine neue Funktion angekündigt. Wie soll man die neue Funktion der Bilder-Teil-Plattform am Besten beschreiben? Es gestaltet sich sehr einfach: Stellt euch vor, dass Instagram Snapchat gefressen hat und nun um die meisten Funktionen der App mit dem kleinen Geist bereichert wurde.

Was ist nun neu? 

Im oberen Teil des Streams befindet sich nun eine neue Zeile, in der die Profile und Seiten der Leute angezeigt werden, denen du folgst. Links oben in der App befindet sich nun ein kleines Zeichen mit einem „+“ – dort kann man mit seinen eigenen Story starten und Bilder und Videos aufnehmen. Im Nachhinein lassen sich diese dann noch mit Zeichnungen, Text und Filtern versehen.

instastories
Das Schöne ist, dass man auch hier in schönen Statistiken einsehen kann wie viele Leute die einzelnen Bilder der Story eingesehen haben und wer sich darunter befindet. Die Bilder in der Story verschwinden übrigens, genau wie bei Snapchat, nach 24 Stunden wieder.

Was passiert nun?


Das ist eine spannende Frage. Wir können uns vorstellen, dass gerade hier in Deutschland tatsächlich etwas passieren könnte. Instagram ist hier im Moment gefühlt noch vertrauter und verbreiteter und könnte mit dieser Funktionsergänzung eine tatsächliche Konkurrenz zu Snapchat darstellen.

Der Vorteil liegt glasklar auch darin, dass man bestehende Follower nicht erst von der einen zur anderen Plattform „portieren“ bzw. drängen muss. Es wurde einfach eine nette Funktion zu einem bestehenden Modell hinzugefügt – entweder man nutzt es oder eben nicht.

An sich wird es weiter auch spannend wie man die Inhalte der „Story“ und die Inhalte des Streams aufeinander abstimmt. Beim ersten Nachdenken über die Möglichkeiten, die sich dort auftun geht mir ein wenig das Herz auf ;-). So könnte man interessante Making Of und Alltagseinblicke liefern und Abends bspw. ein fertiges Bild auf Instagram dazu veröffentlichen.

Eins ist sicher: Das wird noch spannend und wir freuen uns mit dabei zu sein 🙂

In Diesem Video zeigen wir euch noch kurz wie dann ganze funktioniert:

Nikkor 105mm F1.4 – Nikon lässt die Katze aus dem Sack

Nikon 105mm F1.4

Seit ein paar Tagen wurde spekuliert, heute wurde die Linse offiziell von Nikon vorgestellt.

Das AF-S NIKKOR 105 mm 1:1,4E ED, wie es ganz hoch offiziell heißt, ist vornehmlich eine Portraitlinse mit einer noch nie dagewesenen Offenblende bei Objektiven mit 105mm und Autofokus.

Natürlich verspricht Nikon in der Pressemitteilung nur das Beste, aber ich persönlich zweifel ehrlich gesagt auch nicht an den Qualitäten der Linse.

Aber nun strukturieren wir das Ganze mal ein wenig.

 

nikon_nikkor_lens_afs_105_1_4_pr--original

Technische Daten

  • Brennweite ist klar, 105mm
  • Lichtstärke 1:1,4
  • kleinste Blende 16
  • Naheinstellgrenze 1m (für nen 105er eigentlich recht nah)
  • 9 abgerundete Blendenlamellen
  • 82mm Filtergewinde
  • ca. 1kg schwer

 

Für wen ist die Linse gedacht?

Klar, die technischen Daten lesen sich erst einmal, naja, neutral, was soll es da auch große Überraschungen geben. Ein 105mm mit dieser Lichtstärke UND Autofokus gab es allerdings noch nie.

In erster Linie werden wohl Portrait- und Fashionfotografen angesprochen, vielleicht sind 105mm auch noch geeignet um Hallensport, wie Basketball oder Handball zu fotografieren.

Bei 105mm und der offenen Blende entsteht extrem viel Unschärfe im Bild. Wenn man das mal durch einen DOF-Rechner schickt, kommt man auf etwa 0,7cm Tiefenschärfe bei 1m Abstand zum Motiv und Vollformatkamera. Das ist schon extrem wenig und dürfte für alle die auf massig Unschärfe im Bild stehen eine Offenbarung werden.

Nikon verspricht, dass die Linse schon bei Offenblende extreme Schärfe, auch bis in die Randbereiche liefern wird. Tests gibt es natürlich noch nicht, bleibt also abzuwarten ob das Versprechen eingehalten werden kann.

Kommen wir zum wunderschönen Bokeh. Auf der Produktseite gibt es schon einige Beispielbilder und das Bokeh sieht toll aus. Natürlich ist das immer eine Geschmackssache, aber ich persönlich muss sagen, da gibt es von Nikon wenig was da ranreicht, vielleicht das 58mm 1.4.

 

Kaufen oder nicht?

Ich fotografiere mit Nikon. Ich mag lange Brennweiten. Ich mag es offenblendig zu fotografieren.

Für mich wäre es wirklich eine sehr schöne Ergänzung meines Objektivparks, angesichts der UVP von 2.419,00 Euro werde ich aber erst einmal passen 🙂

Wem die Kohle egal ist, der bekommt hier sicher ein extrem gutes Portraitobjektiv und wird eine Menge Spaß damit haben.

 

Weitwinkel-Objektive für Nikon

Von der langen Portrait-Brennweite zu ein paar Weitwinkelobjektiven. Vor einiger Zeit habe ich mal eine Liste mit Weitwinkel-Zoom-Objektiven für Nikon zusammengeschrieben, vielleicht interessiert euch das auch!

 

Canon EOS 5D Mark IV wird am 25. August 2016 vorgestellt!

Viele Leser interessiert sicher nach wie vor die langersehnte Canon EOS 5D Mark IV.

Wann wird die Canon EOS 5D Mark IV vorgestellt?

Ich mache es kurz und knapp, denn viele neue Infos gibt es nicht, aber das Datum der Vorstellung steht laut canonrumors, angeblich aus sehr sicherer Quelle, fest.

Die Canon 5D Mark IV wird am 25. August 2016 der Welt vorgestellt, somit sogar noch vor der Photokina im September.

Wer interessiert sich denn wirklich für die Mark IV? Gibt es unter unseren Lesern Fotografen, die sich die Kamera auf jeden Fall kaufen? Schreibt uns doch mal, was ihr von der Kamera bis jetzt denkt.